
Trump lobt Taiwan für Gasabkommen mit USA: 4,4 Milliarden US-Dollar für Alaska-Pipeline

Bei einer Wahlveranstaltung in der Stadt Wasilla im US-Bundesstaat Alaska hat US-Präsident Donald Trump einen weiteren historischen Deal bekannt gegeben. Es handelt sich um den Bau einer 1.300 Kilometer langen Pipeline, die Gas aus einem Vorkommen im Norden Alaskas zu einem Flüssiggasterminal befördern soll, um den Brennstoff nach Asien zu verschiffen.
Der Republikaner erklärte, dass Taiwan in das ehrgeizige Gasprojekt Alaska LNG 4,4 Milliarden US-Dollar investieren werde. Dieser Betrag ergänze somit die Investitionen in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar, die Südkorea bereits zugesagt habe. Ohne Einzelheiten dieses Abkommens, das "eines der größten in der Geschichte" sei, mitzuteilen, fügte der Politiker hinzu:
"Taiwan hat gerade eben zugestimmt, in den nächsten 20 Jahren 30 Prozent des durch die Pipeline transportierten Gases zu kaufen."
Aus dem Wirtschaftsministerium in Taipeh verlautete, dass der staatliche Öl- und Gaskonzern CPC Corporation im März 2025 eine Absichtserklärung für das Gasprojekt in Alaska unterzeichnet habe und dass die beiden Seiten nach mehr als einem Jahr Verhandlungen bedeutende Fortschritte erzielt hätten.

Südkoreanische Vertreter äußerten sich zurückhaltend und erklärten, sie müssten noch die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Projekts prüfen. Experten sagten gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, das Projekt Alaska LNG würde mehr als das Doppelte einer vergleichbaren Infrastruktur am Golf von Mexiko kosten.
Sollte das Alaska-Projekt einmal zustande kommen, könnte sich seine Kapazität auf 20 Millionen Tonnen Flüssiggas pro Jahr belaufen. Erste Lieferungen sollen im Jahr 2031 beginnen.
Taiwan betrachtet sich seit 1949 als unabhängig. Die Regierung in Peking sieht die Republik China (Taiwan) hingegen als untrennbaren Teil der im Jahr 1949 gegründeten Volksrepublik China an. Diese Sicht teilt auch der Großteil der internationalen Gemeinschaft. Russland ist da keine Ausnahme. Nur wenige Länder erkennen die Regierung in Taiwan als unabhängig an. Peking hat wiederholt angekündigt, die Insel unter seine Kontrolle zu bringen – wenn nötig auch unter Einsatz seiner Streitkräfte.
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