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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift Militärziele in drei ukrainischen Häfen an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift Militärziele in drei ukrainischen Häfen anQuelle: AP © David Goldman
  • 25.07.2026 13:10 Uhr

    13:10 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Ulanowo, Sadki und Ryschewka im Gebiet Sumy sowie Iwanowka, Ustinowka, Swetlitschnoje, Radkowo und Olchowatka im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe dabei mehr als 265 Soldaten verloren. Zudem seien ein Transportpanzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zwölf Autos, zwei Geschütze und ein Artillerieaufklärungsradar außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Sinicha, Chomino, Wysscheje Soljonoje, Berjosowoje, Netschwolodowka, Olgowka und Podliman im Gebiet Charkow sowie Swjatogorsk in der DVR getroffen habe. Dabei seien bis zu 215 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Außerdem habe das russische Militär einen Schützenpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Autos, zwei Geschütze und ein Artillerieaufklärungsradar zerstört.

    Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei Einheiten der ukrainischen Streitkräfte nahe den Ortschaften Wysokoiwanowka, Nikolajewka, Nikonorowka, Slawjansk, Nikolaipole und Orechowatka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 200 Kämpfer. Der Gegner habe darüber hinaus fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und 27 Autos verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Nowonikolajewka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Druschkowka, Dobropolje, Schewtschenko, Krasnojarskoje, Sergejewka und Swetloje in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 385 Armeeangehörige verloren. Drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, vier Autos, drei Geschütze, ein Mehrfachraketenwerfer und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.

    Der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Iwanowka, Welikomichailowka, Kommunarowka, Wassilkowka und Gawrilowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Nowossoloschino, Ljubizkoje, Nikolskoje und Sarniza im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 365 Kämpfer. Ein Transportpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Autos und ein Geschütz seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Orechow, Malokaterinowka und Wesseljanka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien mehr als 50 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus zehn Autos zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Logistikzentren, Drohnenwerke und -basen, militärisch relevante Energie- und Verkehrsanlagen sowie 152 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden acht Lenkbomben und 1.060 Drohnen abgefangen. Die russische Schwarzmeer-Flotte habe ein unbemanntes Wasserfahrzeug zerstört.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 673 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 189.475 Drohnen, 667 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.305 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.766 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.903 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:38 Uhr

    Ukrainischer Angriff auf Online-Händler Wildberries im russischen Gebiet Leningrad

    Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im russischen Gebiet Leningrad ist ein Warenlager des Online-Händlers Wildberries getroffen worden. Die Ukraine begründet den Angriff mit dem Vorwurf, in dem Lager seien angeblich Komponenten für Drohnen und Navigationsgeräte gelagert worden.

    Die unabhängige Journalistin Sonja van den Ende kritisiert den Angriff scharf. Sie vertritt die Auffassung, Online-Handelsplattformen seien zivile Objekte und der Angriff verstoße gegen das humanitäre Völkerrecht. Zudem bezeichnet sie den Angriff als Terrorakt und verweist auf mögliche wirtschaftliche Folgen für Händler und Verbraucher.

    Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 12:05 Uhr

    Österreich lehnt schnellen EU-Beitritt der Ukraine ab

    Österreich hat sich gegen einen schnellen Beitritt der Ukraine in die Europäische Union ausgesprochen. Europaministerin Claudia Bauer übte dabei auch Kritik an Präsident Wladimir Selenskij. Der Welt am Sonntag sagte die Politikerin von der konservativen ÖVP: 

    "Der ukrainische Präsident ist meinem Eindruck nach in den letzten Monaten häufiger dadurch aufgefallen, dass er der EU am liebsten ein Beitrittsdatum diktieren möchte. Ein Turbo-Beitritt auf Antrag – das geht natürlich nicht."

    Man habe die Pflicht, die Aufnahmefähigkeit der EU sorgfältig zu bedenken, führte Bauer aus. Ein Beitritt der Ukraine mit 39 Millionen Menschen und einer komplett anders ausgeprägten Agrarstruktur würde die EU maßgeblich verändern. Zudem warnte die ÖVP-Politikerin vor einer "Zweiklassen-Gesellschaft" bei der Aufnahme.

    "Alle Beitrittskandidaten – auch die Ukraine – müssen dieselben Regeln befolgen und sich einen Beitritt durch Leistung verdienen."

  • 11:40 Uhr

    Zwei Kinder und sechs Erwachsene sterben bei ukrainischen Angriffen auf Touristenherbergen im Gebiet Saporoschje

    Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet auf der Plattform Telegram über einen folgenschweren ukrainischen Angriff auf den Bezirk Melitopol im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Demnach habe die nächtliche Attacke mehreren Touristenherbergen in der Nähe der Ortschaft Kirillowka gegolten. Dabei seien sechs Erwachsene und zwei Minderjährige getötet worden. Weitere elf Erwachsene und drei Kinder seien verletzt worden. Der Politiker betont dabei:

    "Der Gegner sah und war sich darüber im Klaren, gegen wen er den Schlag richtete. Trotzdem griff er zielbewusst Zivilisten an."

    Balizki nennt die Attacke ein "himmelschreiendes Verbrechen" und wirft dem ukrainischen Militär vor, friedliche Einwohner, darunter Frauen und Kinder, zu jagen. Der Politiker drückte den Familien der Getöteten sein Beileid aus und versprach ihnen alle notwendige Unterstützung.

    Russlands Ermittlungskomitee hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Behörde teilt auf der Plattform Telegram ein Video vom Ort des Geschehens. 

  • 11:03 Uhr

    Zwei Tote und 13 Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 75 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 75 Ortschaften in zehn Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mehrere Raketen und mindestens zwei Geschosse abgefeuert sowie 286 Drohnen eingesetzt, von denen 194 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Infolge eines Raketenangriffs auf die Siedlung Kasatschja Lissiza seien zwei Männer getötet worden. Eine Frau habe schwere Verletzungen erlitten. In Belgorod sei ein Einwohner lebensgefährlich verletzt worden. Darüber hinaus seien vier weitere Menschen zu Schaden gekommen, darunter ein Feuerwehrmann, der einen infolge des Angriffs entstandenen Brand gelöscht habe. Nahe der Siedlung Wessjolaja Lopan habe eine ukrainische Drohne einen Traktorfahrer verletzt. Eine weitere FPV-Drohne habe einen Einwohner der Siedlung Berjosowka verletzt. Ein weiterer Mann habe Verletzungen erlitten, als eine ukrainische Drohne in der Ortschaft Dunaika detoniert sei. Ein Einwohner der Siedlung Bobrawa habe ein Barotrauma des Ohres erlitten. In der Stadt Schebekino seien drei Einwohner zu Schaden gekommen.

    Der Krisenstab meldet darüber hinaus zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden drei Mehrfamilienhäuser, 26 Einfamilienhäuser, drei soziale Einrichtungen, fünf Geschäfte, ein Verwaltungsgebäude, zwei Lagerhäuser, zwölf Garagen, eine Scheune, eine Gasleitung, eine Stromleitung, zwei Traktoren, neun Lkw, 35 Autos und 17 technische Geräte zerstört oder beschädigt worden.

  • 10:31 Uhr

    Zwei Verletzte bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 24. Juli bis 8 Uhr MESZ am 25. Juli 139 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 14-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem vier Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Bevölkerung. Dennoch berichtet der Politiker über zwei Verletzte. In der Siedlung Schtschokino sei eine 58-jährige Frau verletzt worden. In der Siedlung Bessedino sei ein 37-jähriger Mann zu Schaden gekommen. Der Gouverneur wünscht ihnen eine möglichst baldige Besserung. In der Siedlung Dolgi Kolodes sei ein Einfamilienhaus zerstört worden.

  • 10:07 Uhr

    Russland greift Militärziele in drei ukrainischen Häfen an

    Auch in der zurückliegenden Nacht hat das russische Militär seine Angriffe auf militärische Ziele in der Ukraine fortgesetzt. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau auf der Plattform Telegram mitteilt, habe der kombinierte Schlag den Häfen Ismail, Odessa und Nikolajew gegolten. Dabei seien Langstreckendrohnen und luftgestützte Hochpräzisionswaffen zum Einsatz gekommen.

    Die russische Militärbehörde präzisiert im entsprechenden Telegram-Eintrag, dass im Hafen Nikolajew ein Trockenfrachter getroffen worden ist, der Güter für die ukrainischen Streitkräfte befördert habe. Im Hafen Odessa seien demnach Anlagen zum Umschlagen und Lagern von Militärgütern getroffen worden. Im Hafen Ismail seien sowohl ein Lager mit Militärgütern als auch Depots mit Brenn- und Schmierstoffen getroffen worden.

    Erst am Freitagabend hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij seine Landsleute vor einem neuen massiven russischen Raketenschlag gewarnt. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarme nicht zu ignorieren.

  • 09:34 Uhr

    Medienbericht: Trump will Selenskij am Dienstag empfangen

    Regierungskreisen zufolge will US-Präsident Donald Trump am kommenden Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij im Weißen Haus empfangen. Ein entsprechender Besuch sei geplant, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf einen Regierungsbeamten. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

    Selenskij hat zuvor in einer Mitteilung eine anstehende Reise in die USA bestätigt. Details nannte er aber nicht.

    Zuletzt waren die US-Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs infolge des Konfliktes mit Iran in den Hintergrund geraten. Am Donnerstag sprachen aber die Außenminister Russlands und der USA, Sergei Lawrow und Marco Rubio, bei einem Treffen in Manila über den Konflikt. Rubio betonte danach gegenüber Journalisten, für Fortschritte auf dem Weg zu einem Frieden in der Ukraine seien "neue Vorschläge und neue Ideen" nötig. Sowohl Moskau als auch Kiew hätten aber ein Interesse an einem Ende des seit Ende Februar 2022 währenden Krieges.

  • 09:09 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 30 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 26. Juli 13 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Welikije Kopani — 2,
    • Radensk — 4,
    • Aljoschki — 2,
    • Kostogrysowo — 2,
    • Nowaja Kachowka — 3.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Welikije Kopani, Kachowka, Nowaja Majatschka und Korsunka seien insgesamt 14 Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

  • 08:36 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 328 ukrainische Drohnen

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Freitag bis 7 Uhr MESZ am Samstag 328 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kirow, Kursk, Lipezk, Nischni Nowgorod, Orjol, Rostow, Rjasan, Samara, Saratow, Tula und Uljanowsk, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, den Teilrepubliken Krim, Tschuwaschien, Mari El, Baschkortostan, Kalmückien und über dem Asowschen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.