
Russland: Keine Pest bei Kontaktpersonen der Laborantin festgestellt

Bei den engen Kontaktpersonen einer in der vergangenen Woche verstorbenen Mitarbeiterin eines Pestforschungslabors in Sibirien wurde bislang keine Pest festgestellt. Nach Angaben russischer Behörden wurden bisher 60 Prozent der ermittelten Kontaktpersonen der verstorbenen 28-jährigen Darya Shipilowa getestet.
Die Nachricht der russischen Verbraucherschutz- und Gesundheitsbehörde Rospotrebnadsor vom Sonntag, wonach eine Mitarbeiterin des Irkutsker Instituts zur Bekämpfung der Pest in Sibirien und im Fernen Osten in der vergangenen Woche an einer "Lungenentzündung unbekannter Ursache" gestorben war, hatte weltweit Befürchtungen hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit ausgelöst.

"Bei Laboruntersuchungen wurden zwei Fälle von Covid-19 und zwei Fälle von Rhinovirus-Infektionen festgestellt", teilte Rospotrebnadsor mit. Rhinoviren sind die Erreger, die unter anderem die gewöhnliche Erkältung verursachen. "Bei den Kontaktpersonen wurden keine weiteren Erreger von Infektionskrankheiten festgestellt", hieß es in der Mitteilung, ohne das Wort "Pest" zu erwähnen.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, dass ein Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geplant sei, bei dem auch der Fall besprochen werden solle.
Ein Sprecher des US-Außenministeriums hatte am Montag erklärt, es gebe "Berichte über einen tödlichen Fall von mutmaßlicher Lungenpest" im Gebiet Irkutsk, ohne dafür Belege vorzulegen.
Unabhängig davon erklärte ein Beamter des US-Außenministeriums am Dienstag gegenüber NBC News, dass die USA bereits am Freitag Kontakt zur russischen Regierung aufgenommen hätten. An dem Austausch seien neben dem russischen Außenministerium auch Gesundheitsexperten des US-Außenministeriums beteiligt gewesen, sagte der Beamte.
Auch die US-Gesundheitsbehörde CDC erklärte auf X, sie arbeite mit verschiedenen Stellen der US-Regierung zusammen, um die Entwicklungen zu bewerten, sobald weitere Informationen verfügbar seien.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte am Dienstag, russische Gesundheitsbehörden hätten ihr auf Anfrage zum Tod der Laborantin mitgeteilt, dass in der Region Irkutsk bislang kein Fall von Pest registriert worden sei.
"Nach Angaben der Behörden traten bei der Frau zunächst typische Symptome einer akuten Virusinfektion der Atemwege auf", teilte die WHO mit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte, das Risiko einer Ausbreitung über Russland hinaus sei "sehr gering".
Mehr zum Thema - Erstmals in Deutschland erworbene Sindbis-Infektion nachgewiesen
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.