
US-Finanzminister: Selenskij konstruiert ein falsches Dilemma

US-Finanzminister Scott Bessent hat den ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij für dessen Vorwürfe gegen die amerikanische Regierung kritisiert und dessen "falsches Dilemma" bezüglich der Notwendigkeit eines Sieges der Ukraine zurückgewiesen. In einem Gespräch mit dem Fernsehsender NBC News sagte Bessent:
"Selenskij hat ein falsches Dilemma konstruiert, indem er sagte, dass die Ukraine gewinnen müsse. Der Krieg muss enden. Und das wird durch eine Art Verhandlungslösung geschehen."
Der US-Minister erinnerte daran, dass US-Präsident Donald Trump wiederholt von der Notwendigkeit gesprochen habe, den Konflikt schnellstmöglich zu beenden. Der Chef des Weißen Hauses arbeite Bessents Worten zufolge täglich an einem Friedensabkommen zwischen Moskau und Kiew.

Zudem riet Bessent Selenskij, bei Äußerungen und Vorwürfen gegenüber Washington vorsichtiger zu sein, wonach der Zugang zu Ressourcen für die Kampfhandlungen seitens der USA eingeschränkt werde, etwa zu Starlink. "Präsident Trump und Außenminister Marco Rubio haben kategorisch erklärt, dass niemand in der Regierung dies getan hat, und ich halte es für sehr leichtsinnig von Präsident Selenskij, einen solchen Vorwurf zu erheben", betonte Bessent.
Die russische Seite hat wiederholt ihre Bereitschaft zu Verhandlungen über den Ukraine-Konflikt erklärt. Bei seinem Auftritt beim Waldai-Diskussionsclub am 1. Oktober sagte der russische Präsident Wladimir Putin, für Moskau gehe im Ukraine-Konflikt nicht um "ein Stück Land", sondern um Menschen. Der Staatschef erklärte, es gehe darum, dass man nicht die Voraussetzungen für einen Waffenstillstand, sondern für einen dauerhaften Frieden schaffen müsse, aus einer langfristigen historischen Perspektive heraus. Frieden sei aber nur zu Bedingungen möglich, die auch für Russland akzeptabel seien, so Putin. Stimme die Gegenseite solchen Bedingungen zu, sei es besser, die schweren Auseinandersetzungen zu beenden, weitere Verluste auf beiden Seiten zu vermeiden und eine Einigung zu erzielen.
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