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China testet atomfähige Langstreckenrakete – USA und Verbündete zeigen sich besorgt

Neue Spannungen zwischen Peking und Washington: Ein chinesischer Raketentest im Pazifik sorgt für Kritik der USA und ihrer Verbündeten. Während China den Start als routinemäßig bezeichnet, warnen die Vereinigten Staaten vor einem Ausbau des chinesischen Atomwaffenarsenals.
China testet atomfähige Langstreckenrakete – USA und Verbündete zeigen sich besorgt© Urheberrechtlich geschützt

Der Teststart einer ballistischen Langstreckenrakete von einem chinesischen atomgetriebenen U-Boot hat in den USA und mehreren Ländern der Region Proteste und Besorgnis ausgelöst. Laut CBS News kritisierte das US-Außenministerium das Vorgehen der Volksrepublik:

"Während die Vereinigten Staaten mehr Anstrengungen als je zuvor unternehmen, um die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern, handelt China genau entgegengesetzt. Der schnelle und intransparente Ausbau des chinesischen Atomwaffenarsenals bereitet in der Region und weltweit große Sorgen."

Die USA luden China erneut zu Gesprächen über Rüstungskontrollen ein. Zudem forderten sie Peking auf, sich zu regelmäßigen Mitteilungen über alle Starts ballistischer Interkontinentalraketen sowie über Weltraumstarts zu verpflichten.

Auch Australien, Neuseeland, Japan und Taiwan kritisierten den Test. Laut CBS News teilte die neuseeländische Regierung mit, dass sie einige Stunden vor dem geplanten Start informiert worden sei. Zudem wies Wellington darauf hin, dass die Rakete in die südpazifische nuklearfreie Zone abgefeuert worden sei. Nach Angaben von The Guardian erklärte der australische Premierminister Anthony Albanese, der Test berge das Risiko, eine gefährliche nukleare Aufrüstung zu fördern. Die getestete Interkontinentalrakete (ICBM) könne im Falle einer Bewaffnung erheblichen Schaden anrichten.

Am 6. Juni hatten die Seestreitkräfte der Volksbefreiungsarmee Chinas (VBA) im Pazifik einen Teststart einer strategischen U-Boot-gestützten Rakete durchgeführt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua wurde die Rakete um 12.01 Uhr Ortszeit gestartet und trug eine Gefechtskopf-Attrappe. Der Fernsehsender CTGN veröffentlichte auf der Plattform X eine Aufnahme mit dem Raketenstart.

Das chinesische Verteidigungsministerium erklärte, der Start sei Teil der regulären jährlichen Übungen gewesen, habe dem internationalen Recht und der internationalen Praxis entsprochen und sich gegen kein Land und kein Ziel gerichtet. Das Außenministerium in Peking forderte die "besorgten" Länder noch am selben Tag auf, keine Spannungen zu schüren und eine übermäßige Dramatisierung zu vermeiden.

Ähnliche Raketentests im Pazifik hatte China zuvor im Jahr 2024 durchgeführt – erstmals seit 1980, wie CBS News berichtet.

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