Europa

EU-weite Dürre: Rund 38 Prozent der Fläche betroffen

Hitzewellen haben in diesem Sommer große Teile Europas ausgetrocknet. Die Folgen reichen von schwindenden Futtervorräten über einbrechende Ernten bis zu historischen Niedrigständen der Flüsse – mit spürbaren Auswirkungen auf Landwirtschaft und Energiesektor.
EU-weite Dürre: Rund 38 Prozent der Fläche betroffen© Urheberrechtlich geschützt

Im Sommer 2026 hat die Dürre rund 38 Prozent des Territoriums der Europäischen Union (EU) erfasst. Das berichtet Euractiv unter Berufung auf offizielle Daten.

Der Feuchtigkeitsmangel betrifft 14,8 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen und 14,5 Prozent der Wälder der EU. Hitze und Brände ließen Weideflächen austrocknen und beschädigten Futterpflanzen, wodurch sich der Futtermangel für das Vieh weiter verschärft hat. Die Viehzüchter wurden deswegen dazu gezwungen, ihre Winterfuttervorräte vorzeitig anzugreifen.

Der Wassermangel trifft auch die Produktion von Olivenöl, Wein, Mais und Sonnenblumen. In Frankreich, einem der größten Maisproduzenten der EU, könnte die Ernte dieser Kulturpflanze die niedrigste seit 1980 werden.

Wegen des drastischen Wasserstandsrückgangs der Donau haben Ungarn und Rumänien die Stromerzeugung ihrer Atomkraftwerke zurückgefahren, und Landwirten in den Anrainerstaaten droht eine Missernte.

Europa erlebt den ganzen Sommer über eine außergewöhnliche Hitze und Waldbrände. Im Juli mussten Tausende Einwohner Frankreichs und Spaniens wegen der Feuer ihre Häuser verlassen, und in Frankreich wird bereits die niedrigste Maisernte seit 50 Jahren prognostiziert. In Rumänien haben die Behörden inzwischen sogar den Zugang der Landwirte zu Bewässerungswasser eingeschränkt.

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