Afrika

Schweres Busunglück in Tansania fordert Dutzende Opfer

Bei einem Zusammenstoß eines Lkws mit einem Reisebus kamen in Tansania mindestens 28 Businsassen ums Leben. Der Unfall löste ein Großfeuer aus, das beide Fahrzeuge völlig zerstörte. Die Identifizierung der Todesopfer gestaltet sich aufgrund der Verbrennungen schwierig.
Schweres Busunglück in Tansania fordert Dutzende Opfer© urheberrechtlich geschützt

Am Freitag hat sich in Tansania ein tragisches Unglück ereignet, als ein Passagierbus mit einem Holztransporter kollidierte. Durch den Zusammenstoß brach ein Brand aus, der mindestens 28 Menschen das Leben kostete und Dutzende verletzte.

Der Unfall ereignete sich im Verwaltungsbezirk Mkambarani, der in der östlichen Region Morogoro liegt. Durch die Gegend führt ein wichtiger Verkehrskorridor. Der Reisebus war von der Großstadt Daressalam in den südwestlichen Distrikt Mbeya unterwegs.

Der genaue Unfallhergang ist noch unklar und Gegenstand amtlicher Untersuchungen. Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) zitiert Joseph Mwasabeja, den Kommandanten von Feuerwehr und Rettungskräften in der Region. Mwasabeja zufolge hat der Lkw-Fahrer andere Fahrzeuge zu überholen versucht, als es zum Zusammenstoß mit dem Reisebus kam.

Die Online-Ausgabe der tansanischen Tageszeitung The Citizen greift in ihrer Berichterstattung auf einen Überlebenden des Unglücks zurück. Dieser gibt eher dem Busfahrer die Schuld an dem Verkehrsunfall. Dem Zeugen zufolge sei der Fahrer des Busses viel zu schnell gefahren und habe andere Fahrzeuge auf unvorsichtige Weise überholt.

Der Zeuge Mohamed Nambwele berichtet: "Plötzlich hörte ich einen lauten Knall und der Bus stand bereits in Flammen. Ich schlug eine Scheibe ein und konnte mich retten. Ich bin dankbar, überlebt zu haben, und werde weiter behandelt."

Erst im Juni vergangenen Jahres war es zu einem schweren Verkehrsunfall in Nord-Tansania gekommen, der mindestens 37 Menschenleben kostete. Auch damals waren beide Fahrzeuge in Brand geraten.

Die mangelnde Verkehrssicherheit ist ein großes Problem auf dem afrikanischen Kontinent. Wie das Nachrichtenmagazin India Today berichtet, weist Afrika die höchste Verkehrstotenrate der Welt auf.

Das Medium greift auf Daten der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Afrika zurück, denen zufolge die Quote an Verkehrstoten 26 pro 100.000 Einwohner umfasst. Der globale Durchschnitt beträgt 18 auf 100.000 Einwohner. Die Diskrepanz verschärft sich noch, wenn man berücksichtigt, dass Afrika nur drei Prozent der globalen Fahrzeugflotte ausmacht.

Die Toten und die Verletzten des jüngsten Unglücks wurden in das Regionalkrankenhaus von Morogoro gebracht. Die Identifikation der Toten verlief aufgrund der Verbrennungen, insbesondere im Gesicht, schwierig.

Tansanias Staatsoberhaupt Samia Suluhu Hassan kondolierte den Angehörigen der verstorbenen Unfallopfer und wünschte den Überlebenden eine rasche Genesung. Die Präsidentin rief zugleich zur Beachtung der Verkehrsregeln auf.

Ebenfalls am Freitag hatte sich auf der gleichen Autobahn ein weiterer Verkehrsunfall ereignet, bei dem unter anderem drei Polizisten ums Leben gekommen waren. Insgesamt kosteten die tödlichen Unfälle am Freitag 32 Menschen das Leben.

Mehr zum Thema – Statistisches Bundesamt: Anzahl bei Verkehrsunfällen getöteter Kinder gestiegen

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