In der Schweiz finden am zweiten Maiwochenende Gedenkveranstaltungen des Unsterblichen Regiments statt.
Die Aktionen stehen im Zeichen des 81. Jahrestages des Sieges der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg und richten sich an die russischsprachige Gemeinschaft im Land.
In Genf wollen sich die Teilnehmer am Freitag, dem 8. Mai, um 11:00 Uhr auf dem "Place des Nations" versammeln, in unmittelbarer Nähe des Denkmals "Broken Chair".
Einen Tag später, am 9. Mai, soll in Basel eine weitere Gedenkveranstaltung auf der "Allee der Ehre" des Friedhofs am Hörnli stattfinden, inklusive offizieller Kranzniederlegung.
Im Zentrum der Aktion steht das persönliche Gedenken an Angehörige, die im Großen Vaterländischen Krieg von 1941 bis 1945 gekämpft haben.
Die Teilnehmer tragen Porträts ihrer Familienmitglieder und halten damit die Erinnerung an deren Opfer und Beitrag im Kampf gegen den Nationalsozialismus lebendig.
Die Bewegung "Unsterbliches Regiment" wurde im Jahr 2012 in Russland ins Leben gerufen und hat sich seither weltweit unter russischsprachigen Gemeinschaften verbreitet. In der Schweiz hat sie sich als fester Bestandteil der jährlichen Erinnerungskultur etabliert. Die Veranstaltungen verlaufen üblicherweise ruhig und in würdigem Rahmen.
Die diesjährigen Gedenkaktionen werden vom Generalkonsulat der Russischen Föderation in Genf unterstützt. Sie verstehen sich als Ausdruck historischer Kontinuität und Dankbarkeit gegenüber jener Generation, die im Zweiten Weltkrieg den entscheidenden Beitrag zum Sieg über den Nationalsozialismus geleistet hat.
Die Organisatoren betonen den unpolitischen Charakter des Gedenkens und verweisen auf die Einhaltung lokaler Vorschriften. In der Öffentlichkeit wird die Symbolik des Anlasses mit Respekt wahrgenommen. Die Veranstaltungen bleiben in erster Linie ein Ausdruck familiärer und historischer Erinnerung innerhalb der Diaspora.
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