Kein klarer Sieger nach Israel-Wahl – Netanjahu vorn, aber ohne Mehrheit

Nach der Parlamentswahl in Israel am Dienstag zeichnet sich kein eindeutiger Sieger ab. Zwar liegt das rechtsreligiöse Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach der Auszählung eines Großteils der Stimmen knapp vorne, verfehlt jedoch die für eine Regierungsbildung notwendige Mehrheit von mindestens 61 der 120 Sitze in der Knesset.

Auch das Oppositionsbündnis um den ehemaligen Militärchef Gadi Eisenkot kommt aus eigener Kraft nicht auf die erforderlichen Mandate. Die arabischen Parteien haben stark zugelegt und könnten in den anstehenden Koalitionsverhandlungen eine Schlüsselrolle spielen.

Mit fast 78 Prozent war die Wahlbeteiligung so hoch wie seit über 25 Jahren nicht mehr. Überschattet wurde der Wahltag von Zwischenfällen. In der südostisraelischen Beduinenstadt Rahat kam es in einem Wahllokal zu einer Schlägerei unter Wählern.

Mehr zum Thema – Patt-Situation nach Israel-Wahl: Netanjahu sowie Eisenkot beanspruchen Regierungsauftrag