Ein Schreckensmoment für die Gläubigen auf dem Petersplatz: Im Anschluss an das sonntägliche Angelus-Gebet verkündete Papst Leo XIV., er habe einen Knoten in der Lunge. Wie Vatican News, das mehrsprachige Nachrichtenportal des Heiligen Stuhls, mitteilt, ist für kommende Woche ein operativer Eingriff geplant, um den Knoten zu entfernen.
Matteo Bruni, der Direktor des Presseamtes des Heiligen Stuhls, erklärte auf Nachfragen von Journalisten, dass der Papst nach dem Eingriff voraussichtlich eine Woche im Gemelli-Krankenhaus am Stadtrand von Rom verbringen werde.
Zuvor hatte der Papst vom Balkon seines Arbeitszimmers im Apostolischen Palast den Gläubigen folgende Mitteilung gemacht: "Meine Lieben, kürzlich haben die Ärzte bei einigen Untersuchungen einen begrenzten Knoten in meiner Lunge festgestellt." Der Knoten befinde sich in einem sehr frühen Stadium und sei gut lokalisierbar. Ob es sich um eine gutartige oder bösartige Gewebewucherung handelt, wurde aus der Äußerung nicht klar.
Seine Ärzte hielten einen operativen Eingriff für angebracht, so der Heilige Vater weiter. Er werde dem ärztlichen Rat Folge leisten und sich einer Operation in den nächsten Tagen unterziehen. Der Papst wandte sich an die Gläubigen und rief sie zur Fürbitte auf: "Ich danke euch für eure geistliche Nähe und vertraue mich euren Gebeten an."
Wann genau der Eingriff stattfinden wird, ist unbekannt. Dem Bayerischen Rundfunk zufolge ist für Mittwoch der feierliche Abschlussgottesdienst der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen vorgesehen, an dem der Papst vermutlich teilnehmen möchte. Sollte das der Fall sein, könnte die Operation erst ab Donnerstag stattfinden. Für Anfang bis Mitte November wiederum ist bereits eine Südamerika-Reise des Papstes geplant.
Papst Leo XIV., mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost, ist ein gebürtiger US-Amerikaner. Seit Mai 2025 ist er das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Der 71-Jährige gilt für Vatikan-Verhältnisse als relativ jung. Er ist nicht als Raucher bekannt, sondern hält sich mit den Sportarten Schwimmen und Tennis fit. Auch von gesundheitlichen Problemen war bisher nicht die Rede.
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