Peskow: Militarisierung der EU auf Grundlage der Konfrontation mit Russland bringt nichts Gutes

Nach französischen Raketentests verschärft der Kreml den Ton. Kremlsprecher Dmitri Peskow sieht in der zunehmenden Militarisierung Europas ein riskantes Signal der Eskalation.

Die Idee einer Militarisierung Europas, die auf einer Konfrontation mit Moskau beruht, wird nichts Gutes bringen. Dies erklärte Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, in einem Kommentar zu den von Frankreich durchgeführten Tests einer neuen ballistischen Rakete.

Der Kreml-Sprecher merkte an, dass die Europäer von Plänen besessen seien, die EU in einen militärisch-politischen Block zu verwandeln. Peskow betonte:

"Das ist schlecht, weil sie ihre Identität im Bereich der Verteidigung und Sicherheit auf der Grundlage einer Konfrontation aufbauen.

Das ist eine Sackgasse: Wie die Geschichte zeigt, führt das zu nichts Gutem."

Zudem erinnerte er daran, dass Russland alle notwendigen Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit auf strategischer Ebene ergreife.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte am Vortag ein Video vom Teststart der ballistischen Rakete vom Typ M51.3 veröffentlicht und verkündet, Paris habe mit den Tests eine "lautstarke und klare Botschaft" gesendet.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte hatte zuvor erklärt, dass das Bündnis keine Anzeichen für die Vorbereitung eines Angriffs seitens Russlands sehe, jedoch der Ansicht sei, dass die europäischen Länder auf gewisse anhaltende "hybride Bedrohungen" vorbereitet sein sollten.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat wiederholt betont, dass Moskau nicht beabsichtige, einen Konflikt mit dem Bündnis zu beginnen, westliche Politiker jedoch die Bevölkerung regelmäßig mit einer vermeintlichen russischen Bedrohung einschüchtern würden, um von innenpolitischen Problemen abzulenken.

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