In Anbetracht der jüngsten Eskalation im Ukraine-Konflikt setzt sich Indien für eine Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine ein, um den ungehinderten Transport von Öl und Getreide über das Schwarze Meer zu gewährleisten. Auf seinem Briefing am Mittwoch hat der Kremlsprecher Dmitri Peskow das Friedensengagement des asiatischen Landes bestätigt. Der Sprecher des russischen Präsidenten dankte der Regierung in Neu-Delhi für ihre Vorschläge. Auf die Bitte von Journalisten, einen Medienbericht über einen neuen indischen Friedensplan zu kommentieren, sagte Peskow:
"Die indische Seite zeigt tatsächlich ihre Bereitschaft, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten einen Beitrag zur Beilegung der Ukraine-Krise zu leisten, und wir sind unseren indischen Freunden dankbar für ihre Bereitschaft und jene Ideen, die sie aussprechen."
Zuvor hatte die Zeitung Hindustan Times unter Berufung auf informierte Quellen über einen neuen Plan der Regierung in Neu-Delhi berichtet, der eine Deeskalation im Krieg zwischen Moskau und Kiew bringen sollte. Demnach habe der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar die Friedensinitiative während seines Besuchs in der Ukraine im September unterbreitet. Daraufhin habe es Kontakte zwischen den drei Ländern gegeben. Deren Ergebnis wurde jedoch nicht mitgeteilt.
Laut dem Bericht der Hindustan Times sieht der Plan drei Punkte vor. Demnach sollen Angriffe auf Energieanlagen und andere Infrastrukturobjekte eingestellt werden. Der Transport von Öl und Brennstoffen über Schwarzmeer-Häfen soll aufrechterhalten werden. Zudem sollen Attacken auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer aufhören. Somit geht die Initiative über die Friedensvorschläge Ägyptens, der Türkei und der USA hinaus, da sich die von Indien unterbreitete Waffenruhe sowohl auf die Infrastruktur als auch auf die Schifffahrt erstreckt und gleichzeitig die Versorgung mit kritisch wichtigen Gütern einbezieht.
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