Nach Vorfall am Leipziger Flughafen: Zwei mögliche Tatverdächtige identifiziert

Nach dem Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen haben nach Informationen mehrerer Medien Ermittler zwei Tatverdächtige identifiziert. Einer der Männer soll angeblich Verbindungen zum russischen Geheimdienst haben.

Nach dem versuchten Sprengstoffanschlag auf Frachtmaschinen am Leipziger Flughafen haben die Ermittler zwei mögliche Tatverdächtige mit angeblichen Verbindungen nach Russland identifiziert. Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR handelt es sich um einen in Russland geborenen Mann mit lettischem Pass sowie einen aus Belarus stammenden Mann mit russischem Pass. Beide sollen hinter dem Drohnenangriff Anfang August stecken, bei dem der Flughafen Leipzig/Halle nur knapp einer Katastrophe entgangen sein soll, hieß es in deutschen Medien.

Der in Russland geborene Mann mit lettischem Pass soll angeblich Verbindungen zum russischen Geheimdienst haben. Nach bisherigen Erkenntnissen reiste er Ende Juli über den Berliner Flughafen BER nach Deutschland ein und fuhr anschließend mit einem Mietwagen in Richtung Leipzig. Zwei Tage vor dem "Drohnenanschlag" verließ er Deutschland wieder – erneut über den BER. Am Tatort sollen die Ermittler zudem auf DNA-Spuren gestoßen sein, die zu einem zweiten Tatverdächtigen führten.

Die Bundesregierung hatte Russland am Dienstag für den Drohnenvorfall in Leipzig verantwortlich gemacht und angekündigt, das russische Generalkonsulat in Bonn sowie das als Kulturinstitut gegründete Russische Haus in Berlin zu schließen. 

Russland wies die Vorwürfe bezüglich des Vorfalls am Leipziger Flughafen zurück. Präsident Wladimir Putin bezeichnete die deutschen Sanktionen im Zusammenhang mit dem Leipziger Drohnenvorfall als "schweren Fehler" und warf der Bundesregierung vor, den Fall für innenpolitische Zwecke zu instrumentalisieren. Moskau fordert belastbare Beweise für die russische Verantwortung. "Merz hat das Vertrauen der Bürger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht schützt", sagte Putin.

Mehr zum Thema - Leipziger Drohnenerzählungen